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Große Damenfüße plus Einlage – welche Schuhe lassen den Fuß zierlicher wirken?

Passende und typgerechte Schuhe sind mit entscheidend für Gesundheit und Wohlergehen. Das Tragen nicht passender Schuhe  kann zu  verkrümmten Zehen, Gelenkabnutzung und Rückenschmerzen führen. Und für den schönen Auftritt kann man optische Gesetzmäßigkeiten bei der Schuhwahl für sich anwenden.

Pumps
Im Zweifel lieber breiter als länger

Hier einmal einige grundsätzliche Hinweise: Bei der Höhe der Absätze gilt: Je schlanker und länger das Bein, desto höher und auffälliger darf der Schuh sein. Wer gern hoch trägt, sollte das nur tageweise oder stundenweise tun. Wer einen eher breiten oder fleischigen Fuß hat, wählt Schuhe aus weichem Material und mit Schnürung. Die Regulierung der Weite ist hier wichtig. Die Ausdehnung des Fußes ändert sich je nach Laufpraxis, Tageszeit, Klima und anderen Faktoren. Die Uhrzeit spielt beim Einkauf deshalb eine Rolle, denn am Abend sind die Füße dicker als morgens. Alltagsweisheit: Große Füße wirken durch runde Schuhspitzen kleiner, zu vermeiden sind Schuhe mit allzu spitz zulaufender Spitze. Ein um den Knöchel geschlungene Riemen sorgt für eine optische Verkleinerung.

Generell: Je feiner der Schuh, desto zierlicher wirkt auch der Fuß. Klobige Stiefel und grobe Halbschuhe sollte man links liegen lassen. Suchen Sie sich stattdessen lieber fein gearbeitete Schuhe aus. Nicht vorteilhaft sind Schuhe mit Längsstreifen, da diese die Füße strecken. Querstreifen hingegen wirken verkürzend. Leider verbreitern Sie optisch den Fuß gleichzeitig. Neben dem geeigneten Schuhwerk kann es auch helfen, Hosen mit Schlag zu tragen, die vorne auf dem Schuh aufliegen. Dadurch wird ein Teil des Fußes verdeckt. Und: Die Zehen sollten immer zehn Millimeter Spielraum haben; hier wird oft gespart zugunsten eines optisch kleineren Fußes. Wichtige Regel: Ein zu enges Modell wird am besten durch ein weiteres und nicht durch ein längeres ersetzt.

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Was sind Krallenzehen und was kann man tun, wenn man sie entwickelt hat?

Krallenzehen sind meist erblich bedingt durch ein Ungleichgewicht der langen und kurzen Fuß-Muskeln. Oder durch Muskelverletzungen. Häufig entwickeln sich Krallenzehen im Alter. Es gibt operative und nicht-operative Behandlungsmethoden.

Wenn die langen Muskeln des Beines stärker werden als die kurzen Muskeln des Fusses, können Krallenzehen entstehen. Dieses Ungleichgewicht führt zu einer Biegung des proximalen Interphalangealgelenkes, dem ersten Gelenk in der Zehe. Und zu einer Streckung im Metatarsalphalangealgelenk (Zehengrundgelenk), was zu einer sogenannten Krallenstellung führt. Auch wenn eine Sehne verletzt wird oder wenn ein Kompartmentsyndrom vorliegt, kann es zu Krallenzehen kommen.

Es betrifft alle 4 kleinen Zehen (Zehen 2-5). Oft ist der zweiten Zeh besonders betroffen. Meist sind alle kleinen Zehen betroffen beteiligt. Die meisten Krallenzehen können nicht-operativ behandelt werden. Es gibt eine Vielzahl möglicher Behandlungen, darunter:

  • Pads an den kritischen Stellen verwenden. Dies sind Produkte aus dem Drogeriemarkt, welche die Deformität effektiv reduzieren und die Vorsprünge polstern können.
  • Eine weiche orthopädische Einlage fertigen lassen, um die Zehen zu polstern. Kann lindernd sein – vor allem bei Schmerzen an den Zehenspitzen.
  • Schuhe mit viel Raum für die Zehen tragen. Schuhe mit Spielraum für die Zehen erlauben es den Zehen, sich besser anzupassen und können dadurch grossen Einfluss auf Schmerz und Stellung haben.
  • Entfernen von schmerzhaftem Kallus. Hat sich diese auffallende Verdickung gebildet, kann es helfen, diesen zu entfernen.

Dynamische Fussmuskelübungen werden angewandt, um das Fortschreiten der Deformität zu verhindern. Übungen wie etwa ein Taschentuch mit den Zehen aufheben können helfen, die Zehen beweglich zu halten. Die Krankenkassen, die VHS oder andere Einrichtungen bieten spezielle Kurse hierfür an.

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