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Winterstiefel und orthopädische Einlagen, passt das zusammen?

Die meisten Winterstiefel sind für orthopädische Einlagen gut geeignet. Worauf muss ich beim Kauf besonders achten? Bei Fragen einfach fragen.

Eine Checkliste hilft, die richtige Winterstiefel in die engere Wahl zu nehmen. (Foto: Wirecutter/Kerry Tasker)

Uns fragen Kunden hin und wieder, ob es Winterschuhe und Stiefel gibt, die ihren „Problem-Füßen“ schaden könnten und welche ihnen eher gut tun. Wir möchten hier näher auf das Thema Winterschuhe unter Berücksichtigung der orthopädischen Unterstützung eingehen. Sie können uns bei Unsicherheiten auch jederzeit dazu anrufen.

Wo kann man wirklich geeignete, wärmende und bequeme und nicht zu schwere Winterschuhe finden? Im Sport- und Outdoor-Handel gibt es eine große Auswahl. Im Sommer kann man hier in der Regel günstiger Winterschuhe einkaufen. Wir haben auf Chip.de einen interessanten Beitrag zum Thema Winterstiefel samt Schuhtest gefunden, der näher auf Winterschuh-Fragen eingeht und in dem die Testkriterien genannt werden. Jetzt lesen

Damit Sie sich wirklich warme und bequeme und einlagefreundliche Winterschuhe kaufen, sollten Sie sich erst einmal auf folgende Kriterien konzentrieren:

  • herausnehmbare Einlegesohle (zwingend)
  • Gutes Innenfutter aus Lammfell oder Fleece und/oder Thinsulate
  • Hochwertiger Schaft, der nicht einengt
  • Möglichst wenige Nähte
  • Dicke Sohle oder dünnere und sehr strapazierfähige Sohle (siehe Test-Artikel)

    Diese Checkliste soll Ihnen helfen, zu erkennen, welche Winterschuh-Punkte noch abzuhaken sind
  • Absatzhöhe: 3 cm sind das Limit. Hohe Höhe kann schnell zu Ballenschmerzen führen und das wäre nicht das, was Sie wollen.
  • Schuhform vorn: Achten Sie darauf, dass die Zehen nicht zusammengedrückt werden und so einen Hallux Valgus provozieren.
  • Ballenplatz: Besonders wenn Sie bereits unter Fußbeschwerden leiden (Hallux Valgus), sollten Sie darauf achten, dass Ihnen der Winterschuh genügend Platz im Ballenbereich bietet. Es entstehen sonst Druckstellen oder Schwielen. Im Zweifel eine breitere Schuhform wählen.
  • Vollleder oder Kombimaterialien? Vollleder können sich auch langfristig als sehr steif und fest herausstellen und können Druckstellen verursachen. Meist ist ein Textil-Leder-Gemisch bequemer und leichter.
  • Fersenkappe? Leichtere Winterboots (auch manch schwerere) besitzen meist keine geeignete Fersenkappe und das führt schnell zu Blasenbildung.
  • Der Preis. Unter 100-150 Euro ist (in der Regel) keine besondere Qualität zu erwarten. 


Selbst wenn Sie nicht alle Kriterien vor dem Schuhkauf beurteilen und beachten können, begutachten Sie den Schuh, wenn Sie ihn in den Händen haben. Nehmen Sie sich Zeit dafür, ziehen Sie ihn an, gehen sie darin. Meist gibt es in Fachgeschäften einen kleinen Parcours mit verschiedenen Belägen, mit Stufen und leichten Steigungen. Sie können ihre bestehenden Sport- oder Freizeit-Einlagen probeweise gegen die Einlegesohle vor Ort tauschen und die Schuhe so praxisnah testen. So spüren Sie schnell, wieviel Halt und Platz der Schuh mit Einlage wirklich bietet. Sie können ihre Schuhe auch mit zu uns bringen und wir schauen, wie wir die Einlage anpassen können, so dass wir ein maßgeschneidertes Ideal formen. Haben Sie Fragen? Einfach anrufen: 040 94 77 32 82

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Passen Einlagen auch in Sandalen?

Eine oft gestellte Frage. Und das nicht nur im Sommer. Orthopädische Sandalen und auch viele handelsübliche Sandalen sowie Slipper eignen sich für das Tragen mit Einlagen. Aber:

Sandalen mit wechselbarem Fußbett eignen sich für Einlagen. Einfach die Einlage gegen das alte Fußbett wechseln.

Solche handelsüblichen offenen Schuhe, die keine herausnehmbares Fußbett haben, sind für sensomotorische Einlagen nicht geeignet. Es gibt auch speziell für Einlagen gefertigte Sandalen und natürlich individuelle Maß-Sandalen, die jedoch teuer ausfallen können. Hier nun Tipps für den Kauf günstigerer und meist auch modischerer Sandalen, die für Einlagen geeignet sind:

– Die Sandale muss zwingend ein herausnehmbares Fußbett haben. (Sonst sind die Einlagen zu sehr sichtbar).
– Bei Sandalen, die bereits mit normalen Einlagesohlen geliefert werden, einfach gegen eine orthopädische Einlage auswechseln.
– Sandalen mit Schnürung lassen sich in in der Passform regulieren.

Letzteres mit anderen Worten: Eine Sandale mit Schnüren oder anderer Weitenverstellung lässt sich mit Einlagen meist bequemer tragen. Um die Einlage ggf. gegen Verrutschen zu sichern, reicht meist doppelseitiges Klebeband (Teppichkleber). Diese Tipps gelten ähnlich auch für die Ausstattung von Hausschuhen. In diesem Falle bitte die Hausschuhe mit in die Beratung bringen.

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Mythos: “Man braucht keine Einlagen, die bringen nichts, alles nur Geldschneiderei“

Wir erleben immer wieder Aussagen in den Medien, auch in Foren, orthopädische Maßeinlagen seien unwirksam und reine Geldschneiderei. Einlagen seien zudem schädlich, da muskelabbauend oder Einlagen seien grundfalsch, da nicht natürlich. Das alles erstaunt uns. Dabei erleben wir jeden Tag: Professionelle Einlagen verschaffen Linderung und unterbinden oder begrenzen eine Ausweitung der schmerzhaften Symptome von Fehlstellungen. Und wir wissen auch und sagen dies auch: Die grundlegenden Ursachen der Fehlstellung können Einlagen kaum eliminieren. Fakt ist:

Professionelle Einlagen verschaffen Linderung und unterbinden oder begrenzen eine Ausweitung der schmerzhaften Symptome. (Foto: 4Point)

Fußfehlstellungen führen durch Fehlbelastungen zu Veränderungen im Bewegungsapparat. Und die führen zu Verspannungen und Schmerzen. Durch jahrzehntelanges Gehen in Fehlstellung nutzen sich fehlbelastete Sehnen, Gelenke und Bänder zudem überproportional ab. Es stimmt natürlich, dass eine reguläre Maßeinlage von der Stange ohne aktivierende Fußansprache den Fußmuskel nicht ausreichend „trainiert“. Das ist einer der oft angebrachten Kritikpunkte. Fußgymnastikkurse können hier sicherlich gute Unterstützung bieten und auch das Barfußlaufen auf Sand, Kies oder Rasen trainiert die Fußmuskulatur gesund und gezielt. Wenn man es denn schafft.

Das längerfristige Tragen herkömmlicher, neutraler Maß-Einlagen “von der Stange” wäre aus unserer Sicht immer noch besser für den Bewegungsapparat als ein jahrzehntelanges Laufen/Gehen mit Fußfehlstellung ohne jegliche Unterstützung. Einlagen ohne besondere Wirkung, ohne individuelle Passform werden im Ergebnis weniger gern getragen und irgendwann weggelegt. Diese Praxis führt dann oft zu Aussagen wie “Einlagen bringen nichts”. Das Gehen mit sensomotorischen Maßeinlagen ist aus unserer Praxis-Erfahrung die beste, die professionellste und effektivste Trainingsmöglichkeit mit tatsächlich wahrnehmbarer Wirkung auf den gesamten Gangapparat. Besonders gute Ergebnisse liefern hier unsere maßgeschneiderten 4Point Einlagen, die ja gerade die 4 relevanten Punkte ganz individuell ansprechen. Das ist unsere tägliche Erfahrung seit Jahren. Ein dauerhaftes Laufen in Fehlstellung ist und bleibt falsch, schädlich und schmerzhaft! Dafür haben wir zu viele Leidensgeschichten hautnah miterlebt. Leiden muß nicht sein!

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