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Wie kann gutes Schuhwerk ein rückengerechteres Leben ermöglichen?

Im Laufe unseres Lebens tragen uns unsere Füße gleich mehrmals um die Welt. Eine beachtliche Leistung, an die wir kaum einen Gedanken verschwenden. Darum wird es Zeit unseren Füßen die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen, angefangen beim richtigen Schuhwerk, das nicht nur gut aussieht. Denn ein guter Schuh sollte mehr können als nur ein Mode-Accessoire zu sein. Passform, Sohle und die Unterstützung des Fußes bei jedem Schritt, können beim Gehen einen entscheidenden Unterschied in Sachen Fuß- und Rückengesundheit machen. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. liefert hilfreiche Tipps.

Für rückengerechtes Laufen – Mit dem AGR-Gütesiegel nausgezeichnete Schuhe. Foto: Chung Shi

Im Sommer zu frei, im Winter zu eng – so könnte man das Problem unserer Füße beschreiben. Durch Flip Flops, Sandalen, Sneaker oder stundenlanges Barfußlaufen werden unsere Füße ziemlich strapaziert. Barfußlaufen ist zwar äußerst gesund, jedoch sollten Sie, wenn Sie es nicht gewohnt sind, zunächst langsam damit beginnen. Denn die Füße wollen erst an die neue Freiheit gewöhnt werden, um dann in der kalten Jahreszeit wiederum in zu enge Winterschuhe geschnürt zu werden.

Häufig sind unsere Schuhe zu klein, zu groß, zu eng oder zu weit und somit einfach nicht ideal. Auch schwankt die Qualität der Beratung von Geschäft zu Geschäft und so wird es schwierig den Überblick in der Vielzahl der Möglichkeiten zu behalten. Was bei einer falschen Kaufentscheidungen droht reicht von Fehlbelastungen bei Gelenken, Muskeln und Sehnen, die stärker beansprucht werden, bis hin zu Fuß- und Rückenschmerzen, Verspannungen, Haltungsschäden oder Fehlstellungen. In AGR-zertifizierten Fachgeschäften finden Sie speziell geschulte Mitarbeiter, die Sie gern umfassend beraten.

Vor allem aber Rückenschmerzen sind eine häufige Begleiterscheinung des falschen Schuhwerks. Das Gewicht, das beim Gehen, Stehen und Laufen auf den Körper einwirkt, wird meist nicht gut genug abgedämpft, sodass Gelenke und Knochen falsch belastet werden. So leidet der Rücken unter den dauerhaften Stoß- und Stauchbelastungen. Gerade das leichte Schuhwerk im Sommer ist oftmals für diese Beschwerden verantwortlich, denn die Schuhe geben keinen Halt und ein einwandfreies Abrollen wird erschwert, wodurch die Belastung gänzlich auf den Fersen liegt. So sind Rückenschmerzen schnell vorprogrammiert.

Die Qual der Wahl

Bei der Auswahl des passenden Schuhwerks sollte man unbedingt auch an Ihren Rücken denken. Das unabhängige Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. unterstützt Käufer  dabei und bietet ihnen eine Orientierung, welche Schuhe besonders rückenfreundlich sind. Mit der richtigen Wahl lassen sich viele Beschwerden dauerhaft vorbeugen.

Wie sieht der ideale Schuh eigentlich aus?

Zunächst muss die Größe natürlich stimmen. Die Schuhgröße können Sie im Geschäft ganz einfach ermitteln lassen. Es gilt, dass die Schuhe lieber etwas zu groß als zu klein sein sollten. Zu weite Schuhe sollten aber eher durch schmalere Modelle, statt eines kürzeren Paares ersetzt werden. Auch hier lohnt es sich, sich beraten zu lassen und auszuprobieren. Die Zehen müssen genügend Spielraum haben, wobei der Schuh aber gleichzeitig festen Halt bieten sollte. Vor den Zehen sollte noch etwa ein Daumen breit Platz sein. Für den perfekten Halt beim Gehen und Laufen sorgen ein stabiler Fersenschaft und eine rutschfeste Sohle. Unsere Füße sind übrigens weder gleich lang, noch gleich breit – deshalb sollten Sie unbedingt beide Schuhe anprobieren!

Empfehlungen

Beim Schuhkauf sollte man außerdem berücksichtigen, dass das Volumen unserer Füße im Verlauf des Tages schwankt und je nach Belastung zunehmen kann. So kann es durchaus sein, dass die Füße am Nachmittag größer sind als am Morgen. Darum kann es durchaus sinnvoll sein den Schuhkauf in die Nachmittagsstunden zu verlegen. Gerade dann, wenn man Schuhe sucht, die vorwiegend am Abend getragen werden sollen. Sportlichere Schuhe, bzw. Schuhe aus flexiblen Materialien können die Veränderung dagegen besser ausgleichen.

Schuhe mit dem AGR-Gütesiegel

Sogenannte „Aktivschuhe“ sind besonders gut für den alltäglichen Gebrauch geeignet. Sie zeichnen sich durch ein spezielles Dämpfungssystem aus, das Stoß- und Druckbelastungen beim Gehen abfedert und die Belastung für Muskeln und Gelenke reduziert. Sie verfügen zudem über eine besondere Sohle, die die natürlichen Bewegungsabfolgen beim Gehen fördert und dadurch für einen kontinuierlichen Trainingseffekt sorgt. Die Marke Joya bietet eine Vielzahl an Modellen, bei denen über sportlich, bis hin zu elegant und sommerlich alles zu finden ist. Die Schuhe unterstützen die natürliche Abrollbewegung beim Gehen und fördern so den natürlichen Bewegungsablauf. Diese Aktivschuhe erhöhen die Muskelaktivität und optimieren die Druckverteilung am Fuß. Damit sind sie der perfekte Begleiter für Ihren Tag. Auch die Marke Ganter bietet optimalen Komfort. Die Sohle der Schuhe besteht aus einem sogenannten „Pressurelement“ im Mittelfuß sowie einer Abrollsohle, die für ein entspanntes und entlastendes Gefühl beim Gehen sorgt. Das Pressurelement hat einen positiven Einfluss auf die Haltungs- und Muskelreflexe und wirkt dabei aktivierend und sensomotorisch. Die Sohle beim Modell „Duxfree Trainer“ von Chung Shi passt sich den Bewegungen des Fußes sehr gut an und fördert das natürliche Abrollverhalten. Die Laufsohle zeichnet sich durch ein besonders weiches Material aus, das die Druckbelastung, insbesondere an der Ferse, deutlich reduziert. So bietet der Schuh einen hohen Tragekomfort bei gleichzeitiger muskelanregender Instabilität, und ermöglichen eine uneingeschränkte Bewegung des Fußes. Für Schmerzfreiheit sowie ein natürliches Gangbild.

Ob für die Arbeit oder privat: Sicherheitsschuhe mit dem rückengerechten Plus

Viele Menschen sind arbeitsbedingt stundenlang auf den Beinen. In einigen Berufen sind Sicherheitsschuhe Vorschrift, doch diese sind meist unbequem. Die Marke Steitz Secura möchte das ändern. Die Aktion Gesunder Rücken e.V. und der Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR) e.V. sowie das Forum Gesunder Rücken – besser leben e. V. hat das Secura Vario® System (Link) als besonders rückenschonend ausgezeichnet. Die Besonderheit: Das System verfügt über eine auswechselbare sowie belastungs- und gewichtsangepasste Fersendämpfung, die sich den individuellen Bedürfnissen des Trägers anpassen kann. Der Rücken wird dabei entlastet und die Druckbelastung im Schuh auf ein natürliches Maß reduziert. So gehören Rückenschmerzen bei der Arbeit der Vergangenheit an.

Deutlich: Passgerechte Schuhe bilden die Basis für gesunde Füße. Trotzdem sind Sie nur ein Baustein auf dem Weg zu einem rückengerechteren Alltag. Regelmäßige kleine Übungen, mit denen Sie nicht nur die Beweglichkeit der Füße verbessern, sondern auch die Durchblutung anregen, sorgen zusätzlich für mehr Wohlbefinden. Sie können dafür beispielsweise ein paar Minuten täglich Ihre Füße kreisen lassen und die Zehen abwechselnd strecken und krallen. Weitere nützliche Tipps findet man unter www.agr-ev.de/schuhe

Wichtig ist zudem, dass unseren Füßen Abwechslung geboten wird! Zum Beispiel durch den Wechsel zwischen verschiedenen Schuhmodellen oder Abwechslung bei Sport und Spaziergängen. So kann man einer dauerhaften einseitigen Belastung von Knochen, Bändern und Muskeln nachhaltig entgegenwirken. Auch aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich das Schuhwerk täglich zu wechseln, insbesondere bei Lederschuhen, die die Eigenschaft haben Feuchtigkeit zu speichern und sie erst über eine längere Ruhephase wieder abzugeben. Einer der besten Gründe für alle Schuh-Fans jetzt erst so richtig zuzuschlagen.

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Gelesen: „Schuhe in Waschmaschine waschen: So werden sie sauber“

Im Magazin Jolie gibt es brauchbare Maschinen-Waschtipps für Schuhe. Es bleibt hierzu kaum eine Frage unbeantwortet.

Sportler am Treppensteigen (mit Sportschuhen)
Die nassen Schuhe sollten in keinem Fall in den Trockner zum Trocknen gelegt werden

Zur Frage, welche Art Schuhe denn gewaschen werden können heisst es: „Wenn du deine Schuhe waschen möchtest, solltest du unbedingt das Material deiner Schuhe überprüfen, denn nicht jedes Material ist für die Waschmaschine geeignet. Du kannst dir merken: Schuhe aus Stoff und synthetischen Fasern oder Mesh-Material wie Turnschuhe dürfen in der Waschmaschine gewaschen werden“ Auch, welche Schuhe nicht in die Maschine gehören, wird verraten:

Natürlich gibt es auch Schuhe aus empfindlichen Materialien, die lieber nicht in die Waschmaschine gehören. Durch den Waschgang können Lederschuhe zum Beispiel schnell porös werden. Die Farbe und Struktur der Textur der Lederschuhe verändert sich und die Schuhe sehen am Ende nicht so mehr so schön aus, wie sie es mal waren. Lederschuhe sollten also lieber mit per Hand mit Wasser und Schuhbürste gewaschen werden. Haben die Schuhe kleine Applikationen aus Strass- oder Metallsteinchen, sollten diese auch nicht in der Waschmaschine gewaschen werden. Die Verzierungen können sich lösen und die Waschmaschine kann durch die Schuhe beschädigt werden.“ Zum finalen Trocknen im Trockner erfahren wir die ungeschönte Wahrheit:

„Egal ob Turnschuhe oder herkömmliche Schuhe: die nassen Schuhe sollten in keinem Fall in den Trockner zum Trocknen gelegt werden. Auch die direkte Wärme der Heizung tut den Schuhen nicht gut. Hier kann das Risiko bestehen, dass das Material porös wird, der Kleber sich von der Sohle löst oder die Schuhe gar einlaufen“ Im Original lesen

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Wofür sind Schuhspanner wirklich nötig?

Die meisten Träger nutzen sie nicht. Dabei erhält ein guter Schuhspanner die Form und verlängert die Lebensdauer des Schuhs. Und es gibt gesundheitliche Gründe.

Business Kategorie
Gut für den Schuh und gut für den Körper

Man sollte sich angewöhnen, in den noch warmen Schuh Schuhspanner einzulegen. Dies sorgt für eine Entlastung der Bodennähte (so vorhanden) und ist der wichtigste Formgeber für den Schuh. Der Lederschaft wird beim Erkalten sich zusammenziehen und kann vom Schuhspanner in seine ursprünglichen Form geführt werden. Es geht vorrangig darum, die vom Leder aufgenommene Fußfeuchte an die Umgebungsluft abzugeben. Wichtiger als das Material des Spanners: Im Vorderschuh sollte der Spanner satt flächig einliegen. Es sollen also keine „Luftblasen“ unter dem Oberleder von außen fühlbar sein. Der Fersenteil sollte kantenfrei und ausgefüllt sein, damit er möglichst weiträumig den Druck auf die Hinterkappe des Schuhs verteilt. Spiralspanner sind 2. Wahl, weil deren Fersenstück zu klein ausgebaut und punktförmig ist. Wir empfehlen Schuhspanner mit Klappgriff. Exemplare mit Feingewinde sind den gröberen Holzgewinden vorzuziehen. Das Einsetzen mit Umklappen des Griffs sollte nur mit wenig Druck passieren. Geschieht dies zu stramm, leidet Hinterkappe darunter und verschleißt.

Einen Tag Tragepause sollte man Lederschuhen immer gönnen. Das bedeutet, besser mehrere Paare im Umlauf zu nutzen. Fakt ist, dass hochwertige Lederschuhe während des Tragens einen Großteil der Fußfeuchte aufnehmen. An den Füßen haben wir in etwa über so viele Schweißdrüsen wie in der Achselhöhle. So kann je nach Aktivität und der psychischen Belastung die täglich abgegebene Schweißmenge der Füße bis zu 200 Milliliter betragen. Ein großer Teil hiervon befindet sich nach dem Ablegen der Schuhe immer noch im Schaft und der Innensohle. Hier bilden sich ungünstige mikroklimatische Bedingungen. Für ein gleichbleibend angenehmes Schuhklima ist es unabdingbar, dass dem Leder die Möglichkeit gegeben wird, die überschüssige Feuchte wieder loszuwerden. Erhält der Schuh keine Lüftungs-Ruhepause, wird das Schuhklima spürbar schlechter. Im Sommer heiße und im Winter kalte Füße sind die Folge. Wichtig: Die Gefahr von Fußpilz steigt rapide an und die Lebenserwartung des Schuhs wird zudem vermindert.