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Was sind Krallenzehen und was kann man tun, wenn man sie hat?

Krallenzehen sind meist erblich bedingt durch ein Ungleichgewicht der langen und kurzen Fuß-Muskeln. Oder durch Muskelverletzungen. Häufig entwickeln sich Krallenzehen im Alter. Es gibt operative und nicht-operative Behandlungsmethoden.

Krallenzehe, meist erblich bedingt und im Alter auftretend (Bild: Morell)

Wenn die langen Muskeln des Beines stärker werden als die kurzen Muskeln des Fusses, können Krallenzehen entstehen. Dieses Ungleichgewicht führt zu einer Biegung des proximalen Interphalangealgelenkes, dem ersten Gelenk in der Zehe. Und zu einer Streckung im Metatarsalphalangealgelenk (Zehengrundgelenk), was zu einer sogenannten Krallenstellung führt. Auch wenn eine Sehne verletzt wird oder wenn ein Kompartmentsyndrom vorliegt, kann es zu Krallenzehen kommen.

Es betrifft alle 4 kleinen Zehen (Zehen 2-5). Oft ist der zweiten Zeh besonders betroffen. Meist sind alle kleinen Zehen betroffen beteiligt. Die meisten Krallenzehen können nicht-operativ behandelt werden. Es gibt eine Vielzahl möglicher Behandlungen, darunter:

  • Pads an den kritischen Stellen verwenden. Dies sind Produkte aus dem Drogeriemarkt, welche die Deformität effektiv reduzieren und die Vorsprünge polstern können.
  • Eine weiche orthopädische Einlage fertigen lassen, um die Zehen zu polstern. Kann lindernd sein – vor allem bei Schmerzen an den Zehenspitzen.
  • Schuhe mit viel Raum für die Zehen tragen. Schuhe mit Spielraum für die Zehen erlauben es den Zehen, sich besser anzupassen und können dadurch grossen Einfluss auf Schmerz und Stellung haben.
  • Entfernen von schmerzhaftem Kallus. Hat sich diese auffallende Verdickung gebildet, kann es helfen, diesen zu entfernen.

Dynamische Fussmuskelübungen werden angewandt, um das Fortschreiten der Deformität zu verhindern. Übungen wie etwa ein Taschentuch mit den Zehen aufheben können helfen, die Zehen beweglich zu halten. Die Krankenkassen, die VHS oder andere Einrichtungen bieten spezielle Kurse hierfür an.

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