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Was sind die ersten Zeichen, dass ich orthopädische Einlagen brauche?

Der Schmerz ist nicht so häufig das erste Zeichen dafür, dass man sich nun mit dem Gedanken an orthopädische Einlagen anzufreunden hat. Es sind eher die kleinen Veränderungen, die es zu erkennen und zu deuten gilt. Etwa:

Die Absätze zeigen es (Bild: Marie Bertling)

– die Schuh-Sohlen werden erkennbar einseitig abgelaufen
– andauernde Fußschmerzen verhindern längeres Laufen
– Kniebeschwerden häufen sich
– Fußzehen verformen sich zusehends
– Wiederkehrende Verstauchungen der Knöchel durch vermehrtes Umknicken des Fußes 
– es treten Fersenschmerz oder Fersensporn auf
– es kommt zu chronischen Rückenschmerzen
– die Schienbeine schmerzen bereits nach kurzer Belastung

► Zu weiteren FAQs, den Fragen und Antworten aus der täglichen Praxis
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Trend: Was taugen sogenannte Luftfeder-Schuhe? Zwei Erfahrungen.

Ein Schuh-Trend ist dieses Jahr nochmals aufgetaucht. Die sogennnten Luftfeder- oder Luftkissen-Schuhe gibt es schon einige Zeit. Verschiedene Hersteller experimentieren mit solchen Sohlen. Auch mit gebogenen, die eine neue Gangart erfordern. Bei aktuellen Exemplaren entweicht der zuvor angesogene Luftvorrat bei jedem Abrollen von der Sohle in den Schuh-Innenraum durch Ventile und verspricht wohlig-weiches, luftiges Gehen. Doch gibt es auch Schattenseiten, so berichten uns Kunden.

Stark gefedert und gut belüftet durch Luftbett (Foto: Morell)

Bestechend bei diesem Schuhwerk ist, dass durch die extremen Federeigenschaften ein Gehen wie am Strand simuliert werden kann. Es findet tatsächlich eine spürbar angenehme Art der Schock-Absorption statt. Auftritts- und Abrollenergien werden von der Sohle butterweich aufgenommen und luftig abgefedert. Gleichzeitig bleibt der Fuß durch vermehrten Luftaustausch sehr trocken. Uns haben Kunden geschildert, dass sie ihre Fersensporn-Schmerzen sogar kurzfristig verloren haben. Und sie waren froh darum, fühlten sich endlich erlöst. Allerdings: Da der Schuh ohne haltgebendes oder aktivierendes Laufbett angeboten wird, fehlt das Ansprechen der 4 Punkte, von denen wir immer wieder sprechen. Das Gehen wirkt zwar leicht, wie auf Moos. Nach Überwinden der anfänglichen Irritation durch geringen Halt bei ungewohnt intensivem Training aller Muskelgruppen ist das Gehen dann durchaus angenehm. Doch bei nur geringem Gefälle eines Bürgersteiges etwa wird das Gangbild bereits unsicherer. Es muss laufend gegengesteuert und korrigiert werden, der Gang wird mitunter unsicher, schwammig und anstrengend, auch in der Natur. Der Schuh wirkt zudem ungewohnt schwer und klobig. Dieser Eindruck wird durch das weiche Ganggefühl wettgemacht.

Wir sind der Überzeugung, dass zu weiche und in den Sohlen nachgebende Schuhe nicht wirklich funktionieren, schon gar nicht mit Einlagen. Der auf den Fuß wirkende Körperdruck kann bereits bestehende Fehlstellungen verstärken. Und die Muskulatur kann über diese Schuhe kaum trainiert werden, da die sensomotorischen Impulse im Fuß einfach weggedämpft werden. Die Schuhindustrie versucht immer wieder, Themen aufzunehmen, das Thema Schuh weiterzuentwickeln, neue Zielgruppen zu begeistern (z.B. Menschen mit Fußschmerzen) und produziert mitunter Schuhe, die in der biomechanischen Umsetzung nicht so gut funktionieren.

Kurzum: Ein derart gefedertes Gehen kann auf Dauer zu Verspannungen einzelner Muskelpartien führen. So beschrieb es auch ein Kunde, der anfangs so begeistert war. Die Abrollprobleme, die vorerst wie weggeblasen schienen, kehrten am 3. Tag verstärkt zurück. Ein Gehen ohne Schmerzen im Vorderfuß war für ihn nicht mehr möglich, trotz bester Luftfederung. Er ist dann wieder auf seine Schuhe mit sensomotorischen Einlagen umgestiegen. Tageweise trägt er die Luftgefederten noch, jedoch nie länger. Der Kunde mit Fersensporn ist noch immer begeistert … wir berichten. Zum Thema Einlagen tragen in Luftkissen-Schuhen schreibt hier der Hersteller kybun auf seiner Webseite:

„Allgemein kann man sagen, dass wir in den meisten Fällen raten, den kyBoot ohne Einlage zu tragen. Die weich-elastische kyBoot-Sohle passt sich jeder Fussform angenehm an, der Fuss wird sanft eingebettet und kann sich gleichwohl frei bewegen. Da Einlagen ein hartes, stabiles Fundament brauchen, funktionieren Einlagen nicht optimal auf der weich-elastischen kyBoot-Sohle.“

Man baut hier ganz auf das Konzept, dass das natürliche Abrollen des Fusses auf der weich-elastischen Sohle die Fussmuskeln stärkt und die Füsse insgesamt stabiler macht. Da bleiben wir doch etwas skeptisch. Welche Erfahrungen haben Sie mit solchen Schuhen gemacht? Wir freuen uns über Rückmeldungen.

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Was ist ein Fersensporn? Kurz erklärt …

Hier handelt es sich um eine knöchernde Verkalkung am Ansatz der Plantarsehne. Das Krankheitsbild bedeutet belastungsabhängige Fersenschmerzen durch Fersensporn beim Gehen

Das Tragen von zu hohen Schuhen sollte vermieden werden, feste Sport- oder Laufschuhe haben in Verbindung mit Aktiveinlagen eine unterstützende Wirkung. (Foto: Morell)

Hier hilft konservative Behandlung mit Einlagen bei Überlastung und Schmerzen. Auf eine Stabilisation des Rückfuß mit Aktiveinlagen muss unbedingt bei Problemen an der Ferse geachtet werden, um die durch eine Überpronation entstehenden Scherkräfte zu minimieren. Ein tiefbettender Einlagenkern ist notwendig, um die Plantarfazie (Fußsohlenband) nicht mit Druck durch die Einlage zusätzlich zu Reizen. Der Ansatzpunkt des Fersengewebes an der Einlage muss ebenfalls freigearbeitet werden.

Ein druckreduzierendes Polster mit Aussparung des Schmerzzentrums an der Ferse und evtl. Freiarbeiten der medialen Einlagenkante hat sich als außerordentlich wirksam erwiesen. Zusätzlich kann ein spezieller Stoßabsorber unter die Einlagen angebracht werden, um den dynamischen Druck beim Gehen zu lindern. Bei starken Beschwerden sollte man eine erhöhte Aktivität und Belastungssportarten die den Druck im Fuß erhöhen nicht ausüben.

Das Tragen von zu hohen Schuhen sollte vermieden werden, feste Sport oder Laufschuhe haben in Verbindung mit Aktiveinlagen eine unterstützende Wirkung. Hier wirkt der Punkt 4 unserer 4Point Einlage bei Beschwerden im Weichteilgewebe der Ferse / plantar Faciitis / Fersensporn / dorsaler Ansatzreiz der Achillessehne / Achillodynie im unteren Verlauf.

Mehr zu den Themen
Plantarfasziitis
Achillodynie

In unseren FAQs finden Sie mehr Fragen und Antworten zu diesem Themenkreis

 

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Gelesen in der Rheinischen Post: „Die wichtigsten Antworten zum Fersensporn“

Heute habe Ich in der Rheinischen Post einen Beitrag über Fersensporn entdeckt. Der Artikel unterstreicht genau, was wir unseren Kunden tagtäglich im Geschäft mitgeben wollen.

„[Der Fersensporn] … kann höllisch wehtun. Manchmal bemerkt man ihn aber auch gar nicht. Dabei kommt er ziemlich oft vor: Der Fersensporn ist eine Volkskrankheit. Frauen haben ihn öfter als Männer, Ältere häufiger als Jüngere. Risikofaktoren sind Stilettos und Übergewicht”

Weiter heisst es:

„Von außen ist nichts zu sehen, höllisch wehtun kann es trotzdem: Wenn der Fuß beim Auftreten unerwartet schmerzt, liegt es womöglich am Fersensporn. Man muss ihn sich wie einen zusätzlichen kleinen Knochen vorstellen, der sich am Fuß erst nachträglich gebildet hat. Die Verknöcherung selbst kommt häufig vor und macht keine Probleme. Nur im Fall einer Plantarfasziitis, einer Entzündung der Plantarsehne an der Fußsohle, kann es ziemlich übel werden. Schlimmstenfalls schmerzt es bei jedem Schritt – vor allem bei den ersten am Morgen nach dem Aufstehen. Warum das so ist erklärt Renée Fuhrmann, promovierte Orthopädin und Chefärztin der Klinik für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie an einem Krankenhaus in Bad Neustadt.

„Es gibt ihn sehr häufig“, sagt Renée Fuhrmann. Rund jeder Dritte Mensch hat ihn, bei Älteren über 50 Jahren nimmt die Häufigkeit noch zu. Mediziner unterscheiden zwei Varianten, den oberen Fersensporn an der Hacke und den unteren unter der Fußsohle – ….”

► Hier im Originalbeitrag weiterlesen

Übrigens: In unserem FAQ Bereich beantworten wir fast alle Fragen, die man zu Fersensporn und Maßeinlagen generell  beantworten kann.