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Gelesen: „Barmer stoppt vorläufig Online-Einlagenversorgung auf Kassenrezept“

Auf ostechnik.de lesen wir zu neuen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Diskussion um Einlagenversorgung übers Internet. Verbände aus der Hilfsmittelbranche hatten sich hierzu kritisch geäussert. Wir selber hatten ein relativierendes Statement bezüglich dieses Themas auf unserer Seite gepostet, da wir das Thema aufgrund unserer Praxis etwas anders sehen. Wir lesen nun zum neuen Stand: „Die Barmer hat ihr Versorgungskonzept mit Online-Einlagen von Meevo/Craftsoles mit Wirkung ab dem 18. Oktober 2021 vorerst ausgesetzt. Dem gingen eine Beanstandung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) und zahlreiche Abmahnungen voraus“ Weiter heisst es dazu auf ostechnik.de (Gleich im Original weiterlesen):

4Point-Einlagen mit Federn„Die Barmer teilte der Medizinrechtskanzlei Stephan & Hein Rechtsanwälte das Aussetzen der Online-Einlagenversorgung in einem Schreiben vom 18. Oktober 2021 mit, wie der BIV-OT berichtet. Die Barmer hatte mit Meevo/Craftsoles einen Vertrag über die Einlagenversorgung ihrer Versicherten per Onlinebestellung, Selbstvermessung des Patienten und Versand der Einlage durch Craftsoles abgeschlossen. Dagegen hatten sich bereits medizinischen Fachgesellschaften, wie der Beratungsausschuss der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), die Deutschen Gesellschaft für Interprofessionellen Hilfsmittelversorgung (DGIHV) sowie die die Deutsche Diabetes Gesellschaft in Stellungnahmen ausgesprochen und vor den gesundheitlichen Risiken dieses Versorgungsweges gewarnt.

In der „ARGE PG 08 Online-Einlagen TK/Barmer“ haben sich zahlreiche Verbände aus der Hilfsmittelbranche formiert, darunter der Zentralverband Orthopädieschuhtechnik (ZVOS), der Innungsverband für Orthopädie-Schuhtechnik Nordrhein-Westfalen, die Landesinnung Bayern für Orthopädieschuhtechnik, die Landesinnung Hessen für Orthopädieschuhtechnik, zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für interprofessionelle Hilfsmittelversorgung (DGIHV) dem BIV-OT, IETEC, Ortheg, Egroh und weiteren Verbänden. Die Kanzlei Stephan & Hein Rechtsanwälte koordiniert einige der Klageverfahren verschiedener…“ Im Original weiterlesen

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Orthopädische Anpassungen von Sicherheitsschuhen und Einlagenversorgung: So bleibt der Versicherungsschutz bestehen

Immer mehr Menschen benötigen orthopädische Maßnahmen, häufig auch für ihre Arbeitsschuhe. Hier können Zurichtungen oder Einlagen bei verschiedenen Problemen wie Fehlstellungen, Fehlbildungen oder schmerzhaften Erkrankungen des Fußes positiv wirken. Und das möglichst in jedem Schuh, der getragen wird – also auch in Sicherheitsschuhen. Da diese strengen Normen unterliegen, muss bei der orthopädischen Veränderung von Fußschutz einiges beachtet werden. Denn sonst drohen Unfälle, Verletzungen und der Verlust des gesetzlichen Unfallversicherungsschutzes. Ich habe für Euch die wichtigsten Fakten zu diesem Thema zusammengestellt.

Einlagen für Arbeitsschuhe
Vorab empfehlen wir in jedem Fall den rechtzeitigen Besuch beim Orthopäden, der den individuellen Bedarf ganz konkret ermittelt und das dazu stets nötige Rezept ausstellt.

Die orthopädische Anpassung von Sicherheitsschuhen ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus gerückt. Aus gutem Grund, schließlich ist heute schätzungsweise etwa jeder zehnte Beschäftigte auf orthopädische Nachbesserungen angewiesen. Die Arbeitgeber achten mittlerweile verstärkt darauf, dass ihre Mitarbeiter sich wohl fühlen und gesund bleiben. Das wird aufgrund der demografischen Entwicklung auch immer wichtiger, denn die Menschen arbeiten länger und werden mit zunehmendem Alter oft schwerer. Dadurch kann es eher zu Überbelastungen und Fehlstellungen kommen. Wird dies ignoriert, können schmerzhafte Erkrankungen oder auf Dauer gar Fehlbildungen des Fußes die Folge sein.

Vorbeugend und als Beratungsgrundlage bei bestehenden Problemen bieten wir unseren Kunden orthopädische Vermessungen an. Dabei werden die Füße der Beschäftigten direkt im Betrieb mit einem speziellen Scanner vermessen. Anhand der Bilder wird analysiert, ob der Träger beispielsweise Platt-, Senk- oder Spreizfüße hat oder etwa unter Druckstellen leidet, die genau lokalisiert werden müssen.

Ist ein Problem erkannt, können gezielt Gegenmaßnahmen getroffen werden. Um Fehlstellungen entgegenzuwirken und Schmerzen zu minimieren, helfen oft bereits orthopädische Einlagen. In anderen Fällen sind Abrollhilfen oder Erhöhungen ratsam, die der Orthopädie-Schuhtechniker entsprechend zurichtet. Dadurch können beispielsweise Beinlängenunterschiede ausgeglichen und dadurch hervorgerufene Folgeschäden vermieden werden.

Vorab empfehlen wir in jedem Fall den rechtzeitigen Besuch beim Orthopäden, der den individuellen Bedarf ganz konkret ermittelt und das dazu stets nötige Rezept ausstellt. Beschäftigte sollten hier nicht zögern, denn schließlich verbringen sie täglich viele Stunden in ihren Sicherheitsschuhen. Unternehmen sie nichts, verschlimmern sich die Symptome in den meisten Fällen. Anhaltende Schmerzen können die Folge sein; es kommt zu Fehlzeiten und mitunter droht sogar die Berufsunfähigkeit. Daher sollte sich rechtzeitig um Fußschutz mit hohem Tragekomfort gekümmert werden – einschließlich der Überlegung, welche Anpassungen erforderlich sind.

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