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Gibt es einfache Methoden, Sicherheitsschuhe bequemer zu machen?

Es kursieren in Foren Tricks und Tipps zum Weiten und Geschmeidigmachen unbequemer Arbeitsschuhe. Hausmittel und vermeintlich bewährte Verfahren sind mit Vorsicht zu genießen. Nicht nur aus rechtlicher Sicht

Sicherheitsschuh
Das Beste: Arbeitsschuhe gleich neu kaufen, solche, die wirklich passen. Nehmen Sie sich Zeit. Es geht um ihre Füße und es geht um ihren Körper.

Vorweg: Es dürfen Sicherheitsschuhe in ihrer besonderen Konstruktion und ihren Sicherheitsmerkmalen nicht ohne Weiteres verändert werden! Thema Baumuster. Dementsprechend dürfen auch nicht beliebige Einlagen eingesetzt werden, weil der Schuh dadurch technisch verändert wird und nicht mehr dem baumustergeprüften Zustand entspricht. Es werden gerne dehnende Hausmittel wie Dehnspray, Schuhspanner, nasses Zeitungspapier, wassergefüllte Gefrierbeutel und die Platzierung der Schuhe im Eisschrank empfohlen. Auch Essig-Einsatz oder der Heißluftföhn werden empfohlen. Ebenso bieten sich Schuster für Dehnung und Erweichung an. Allerdings wären solche Mittel und Methoden nur für Echtlederschuhe geeignet. Kunstleder und textile Materialien sind nicht dehnbar und können durch Bearbeiten beschädigt werden. Für Schuhe aus Kunstleder werden stattdessen besondere Gelkissen oder spezielle Einlagen verwendet. Der Wunsch, die Arbeitsschuhe bequemer zu machen besteht meist dann, wenn Schuhe nicht anprobiert und getestet werden konnten – etwa, wenn ein Arbeitgeber Schuhe an seine Mitarbeiter verschenkt.

Als korrekte Möglichkeit, Sicherheitsschuhe tatsächlich bequemer zu machen, ist nur eine professionell orthopädische Anpassung zulässig. Unter Umständen müssen die Sicherheitsschuhe orthopädisch individuell auf die Füße des Trägers genau angepasst werden, wobei jedoch rechtliche Bedingungen zu beachten sind. Das Beste: Arbeitsschuhe gleich neu kaufen, solche, die wirklich passen.

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Welche sind die bequemsten Arbeitsschuhe?

Das ist pauschal naturgemäß schwer zu beantworten. Denn jeder Mensch und jeder Fuß ist individuell und daher muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Arbeitsschuhe für ihn am bequemsten sind. Trotzdem: Generell lässt sich sagen, dass Sicherheitsschuhe der Stufen S1 bis S3 in der Regel bequemer sind. Schuhe mit Sicherheitskappen können dennoch sehr schwer und weniger flexibel sein, je nach Kappenmaterial und Aufbau. Was ist prinzipiell zu beachten?:

Sicherheitsschuhe
Schuh und zukünftige Einlage müssen aufeinander zugelassen sein, damit das Baumuster nicht verändert wird.

Jede Fußform und jedes Fußformat ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Auch unterscheiden sich die Berufe, Arbeitsfelder und Einsatzorte. Einige Berufe erzwingen ein langes Stehen, lange Strecken oder andauerndes Laufen und Steigen, eher gebückte Haltungen und das Heben von schweren Gewichten. Auch das ständige Bewegen auf einem schwierigen und riskanten Untergrund erfordert bestimmte Schuh-Geometrien. Die verschiedenen Arten der Bewegungen, der Körperhaltungen, der wirksamen Kräfte sowie der äußeren Umstände und Einflüsse beanspruchen die Füße, die Beine, die Gelenke und den gesamten Bewegungsapparat. Die Beratung im Fachhandel, das Anprobieren und Testbeanspruchung auf verschiedenen Laufarealen, auf längeren Strecken und im Stufengang ist dabei sehr anzuraten.

Der Umfang: Bequeme Sicherheitsschuhe müssen die individuell richtige Länge und Breite haben.

Die Form: Die Schuhform muss zur Fußform passen und einen ausreichenden Zehenfreiraum bieten.

Das Geschlecht: Komfortable Sicherheitsschuhe müssen der geschlechtsbezogenen Fußform entsprechen.

Das Fußbett: Die Schuhe müssen ein an die Füße angepasstes komfortables Fußbett bieten.

Einlagetauglich: Schuh und zukünftige Einlage müssen aufeinander zugelassen sein, damit das Baumuster nicht verändert wird

Leitfähigkeit: Spezielle Einsatzorte erfordern Ableitung von Strömen über die Sohle – mit und ohne Einlagen

Die Fersenführung: Gesunde Sicherheitsschuhe sollten eine sehr gute Fersenführung besitzen, sodass der Druck auf die Ferse
gleichmäßig verteilt wird, der Gang stabilisiert wird und die Sprunggelenke entlastet werden. Es entsteht eine Stützwirkung für den gesamten Fuß. Die Umknickgefahr wird minimiert und möglichen Gelenk- und Wirbelsäulenbeschwerden vorgebeugt.

Die Dämpfung: Die Sicherheitsschuhe sollten über eine hochwertige verschleißfreie und gewichtsabhängige Fersendämpfung und Vorderfußdämpfung verfügen, die Druck und Stöße beim Laufen auf hartem Untergrund abdämpft. Dadurch wird des Weiteren die Ermüdung beim Gehen und Stehen verhindert. Vor allem für Arbeitnehmer, die viel Stehen müssen, ist eine Vorfußdämpfung wichtig.

Das Gewicht: Nach Möglichkeit ist das Gewicht der Sicherheitsschuhe so gering wie möglich zu halten. Insbesondere Sicherheitsschuhe der Kategorie S3 verfügen häufig über Zehenschutzkappen aus Stahl, die jedoch für bestimmte Tätigkeiten zu schwer sind. Alternativ bieten auch Zehenschutzkappen aus ebenso belastungsfähigen (200 Joule) Materialien wie Kunststoff und Aluminium den gleichen Schutz, sind jedoch wesentlich leichter und bieten einen höheren Tragekomfort. Hochwertige gesunde Sicherheitsschuhe verfügen zudem an dem Übergang zwischen Zehenschutzkappe und Schaft über eine Polsterung. Dadurch bilden sich beim Beugen des Fußes keine Druckstellen.

Die Sohlen: Die Laufsohle sollte über gute Dämpfungseigenschaften verfügen, relativ gut biegsam sein und ein komfortables gesundes Abrollen des Fußes ermöglichen. Zur Vermeidung von einem Ausrutschen sollten die Sohlen aus einem guten rutschfesten Material, Profil und entsprechender Konstruktion bestehen. Es sind Sicherheitsschuhe mit einer hochwertigen innovativen Sohlentechnik zu empfehlen, ebenso wie ein alterungsbeständiges Dämpfungs- und Sohlenmaterial, das dauerhaft gleichbleibende gute Dämpfungs- und Elastizitätseigenschaften gewährleistet. Brandsohlen aus Leder sorgen für eine bessere Feuchtigkeitsregulierung und ein gesundes Fußklima. Dadurch kann die Bildung und Ausbreitung von Schweiß, Bakterien und Fußpilz sowie Infektionen der Fußhaut vermieden werden.

Hochwertige Materialien: Natürliche gefahrenstoffreie Materialien mit ausgezeichneten Klimaeigenschaften verhindern allergische Reaktionen und erhalten die Fußgesundheit. Auch hochwertige innovative Hightechstoffe für das Innenfutter bestehen in der Regel aus mehreren verschiedenen Textilkomponenten, die für einen ausgezeichneten Feuchtigkeitstransport von innen nach außen sorgen, eine schnelle Verdunstung an der Schuhoberfläche bewirken, eine antimikrobielle Wirkung besitzen und ein gesundes Fußklima bieten.

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Wer zahlt eigentlich meine Arbeitsschuhe und wie oft bekomme ich neue?

An dem Thema Arbeitsschuhe und Sicherheitsschuhe hängt sehr viel. Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen müssen sich mit der Materie beschäftigen. Immerhin geht es und Arbeitssicherheit und um Haftungsfragen im Ernstfall. Sehr schön zusammengefasst lesen wir auf arbeitsrechte.de:

„Laut einer Studie der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) erleidet kaum ein anderer Körperbereich so viele Schäden, wie es im Bereich des Knöchels bzw. des Fußes der Fall ist. Deutlich häufiger kommt es nur an den Händen von Arbeitnehmern zu Verletzungen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Arbeitssicherheitsschuhe in vielen Berufen als Teil der Arbeitsschutzkleidung vorgeschrieben sind. Damit Sie einen Überblick zu den wichtigsten Aspekten erhalten, beleuchtet der vorliegende Ratgeber Arbeitsschuhe und die damit verbundenen Gesetzesvorschriften. Hier erfahren Sie u. a., worauf Arbeitgeber achten müssen und welche Klassen bei Arbeitsschutzschuhen besonders bedeutsam sind“. Die gut gemachte Zusammenfassung des Themas ist hier im kompletten Original zu lesen. 

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Orthopädische Anpassungen von Sicherheitsschuhen und Einlagenversorgung: So bleibt der Versicherungsschutz bestehen

Immer mehr Menschen benötigen orthopädische Maßnahmen, häufig auch für ihre Arbeitsschuhe. Hier können Zurichtungen oder Einlagen bei verschiedenen Problemen wie Fehlstellungen, Fehlbildungen oder schmerzhaften Erkrankungen des Fußes positiv wirken. Und das möglichst in jedem Schuh, der getragen wird – also auch in Sicherheitsschuhen. Da diese strengen Normen unterliegen, muss bei der orthopädischen Veränderung von Fußschutz einiges beachtet werden. Denn sonst drohen Unfälle, Verletzungen und der Verlust des gesetzlichen Unfallversicherungsschutzes. Ich habe für Euch die wichtigsten Fakten zu diesem Thema zusammengestellt.

Einlagen für Arbeitsschuhe
Vorab empfehlen wir in jedem Fall den rechtzeitigen Besuch beim Orthopäden, der den individuellen Bedarf ganz konkret ermittelt und das dazu stets nötige Rezept ausstellt.

Die orthopädische Anpassung von Sicherheitsschuhen ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus gerückt. Aus gutem Grund, schließlich ist heute schätzungsweise etwa jeder zehnte Beschäftigte auf orthopädische Nachbesserungen angewiesen. Die Arbeitgeber achten mittlerweile verstärkt darauf, dass ihre Mitarbeiter sich wohl fühlen und gesund bleiben. Das wird aufgrund der demografischen Entwicklung auch immer wichtiger, denn die Menschen arbeiten länger und werden mit zunehmendem Alter oft schwerer. Dadurch kann es eher zu Überbelastungen und Fehlstellungen kommen. Wird dies ignoriert, können schmerzhafte Erkrankungen oder auf Dauer gar Fehlbildungen des Fußes die Folge sein.

Vorbeugend und als Beratungsgrundlage bei bestehenden Problemen bieten wir unseren Kunden orthopädische Vermessungen an. Dabei werden die Füße der Beschäftigten direkt im Betrieb mit einem speziellen Scanner vermessen. Anhand der Bilder wird analysiert, ob der Träger beispielsweise Platt-, Senk- oder Spreizfüße hat oder etwa unter Druckstellen leidet, die genau lokalisiert werden müssen.

Ist ein Problem erkannt, können gezielt Gegenmaßnahmen getroffen werden. Um Fehlstellungen entgegenzuwirken und Schmerzen zu minimieren, helfen oft bereits orthopädische Einlagen. In anderen Fällen sind Abrollhilfen oder Erhöhungen ratsam, die der Orthopädie-Schuhtechniker entsprechend zurichtet. Dadurch können beispielsweise Beinlängenunterschiede ausgeglichen und dadurch hervorgerufene Folgeschäden vermieden werden.

Vorab empfehlen wir in jedem Fall den rechtzeitigen Besuch beim Orthopäden, der den individuellen Bedarf ganz konkret ermittelt und das dazu stets nötige Rezept ausstellt. Beschäftigte sollten hier nicht zögern, denn schließlich verbringen sie täglich viele Stunden in ihren Sicherheitsschuhen. Unternehmen sie nichts, verschlimmern sich die Symptome in den meisten Fällen. Anhaltende Schmerzen können die Folge sein; es kommt zu Fehlzeiten und mitunter droht sogar die Berufsunfähigkeit. Daher sollte sich rechtzeitig um Fußschutz mit hohem Tragekomfort gekümmert werden – einschließlich der Überlegung, welche Anpassungen erforderlich sind.

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